Ausgangsgeschichte
In der Schule war Peter Parker schüchtern und unbeliebt. Die Tatsache,
dass er ein Fan der Naturwissenschaften war und eine dicke Brille trug,
machten ihn zum ständigen Ziel von Streichen und Beschimpfungen.
Beim Besuch eines Forschungsinstituts wurde er von einer radioaktiven
Spinne gebissen und entwickelte danach verschiedene Superkräfte:
die proportional vergrößerte Kraft, die Geschwindigkeit und
Wendigkeit einer Spinne, die Fähigkeit, Wände zu erklettern
und einen besonderen Gefahrensinn, den Spinnensinn.
Zusätzlich erfindet und entwickelt Parker "Netzsprüher"
mit der dazugehörenden Netzflüssigkeit. Diese erlauben ihm,
eine ganze Reihe verschiedenartiger Netze zu spinnen. Dünne elastische
Fäden, um durch die Wolkenkratzerschluchten Manhattans zu schwingen,
aber auch stabile Netze zum Schutz oder um Verbrecher einzuschnüren.
Peter Parker nimmt die Identität von Spider-Man zunächst an,
um als Wrestler Geld zu verdienen. Bei einem seiner Auftritte beobachtet
er einen Diebstahl. Trotz seiner überragenden Fähigkeiten behindert
Spider-Man den Dieb nicht, weil ihn die Sache nichts angeht. Kurz danach
erfährt Peter beim Nachhausekommen von einem Polizisten, dass sein
Onkel von einem Verbrecher auf der Flucht ermordet wurde und dass sie
diesen in einem schwer zugänglichen Lagerhaus gestellt haben. Mit
Wut im Bauch verwandelt er sich in Spider-Man und sucht dieses Lagerhaus
auf. Am Gebäude angekommen umgeht er die Polizeisperren und findet
den Täter. Schockiert erkennt er den Dieb von der Wrestling-Veranstaltung
wieder und kommt zum Schluss: Aus großer Kraft folgt große
Verantwortung (englisch: "with great power comes great responsibility").
Fortan widmet er sich der Verbrecherjagd.
Obwohl der Tod einer geliebten Person ein häufiges Motiv für
Superhelden ist, wird Spider-Man eher von seinem Gewissen getrieben als
von Rache. Spider-Man versucht, das Gesetz zu unterstützen und wird
dennoch von vielen mit Argwohn betrachtet und selbst oft für kriminell
gehalten. Die negative Presse stammt von einer Kampagne des Zeitungsverlegers
J. Jonah Jameson (J.J.J.), dem Verleger des Daily Bugle. Ironischerweise
arbeitet Peter Parker als freier Fotograf für Jameson, er liefert
ihm Exklusivfotos von Spider-Man.
Peter Parker wurde von Stan Lee und Steve Ditko zu Beginn als Durchschnittsfigur,
bisweilen auch als Streber, konzipiert.
Die Spider-Man Comicserie beschäftigt sich meist mit Peters ausgeprägtem
Verantwortungssinn und seinen Schuldgefühlen. Erst im 21. Jahrhundert
gelang es dem Autor J. Michael Straczynski, die Figur längerfristig
aus seiner Dauerdepression zu befreien, indem Tante May seine wahre Identität
herausfand. Dennoch bleibt Peters Verantwortungssinn ein Hauptthema. Dieser
Verantwortungssinn macht ihn auch mehr zum Helden als alle seine Superkräfte,
denn oft kommen diese an ihre Grenzen und Spider-Man muss unter größten
Schwierigkeiten (privat und beruflich) die Lage retten.
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