Inhalt
Skulptur von Ignatius Taschner am Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain,
Berlin
Die dreizehnte weise Frau verflucht Dornröschen. Briefmarke der Deutschen
Bundespost (1964)
Nach langem vergeblichen Warten wird einem König von der Königin
eine Tochter geboren. Aus Freude darüber lädt er seine Untertanen
zu einem Fest, darunter auch zwölf weise Frauen (Feen). Die dreizehnte,
die aus Mangel an Geschirr nicht zur Taufe der neugeborenen Königstochter
eingeladen worden war, belegt das Mädchen mit einem Fluch, dass es
sich an seinem fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel stechen und
daran sterben solle. Eine der zwölf übrigen Feen, die an dem
Fest teilnehmen durften, wandelt den Todesfluch in einen hundertjährigen
Schlaf um, woraufhin der König alle Spindeln im Königreich verbrennen
lässt.
An des Mädchens fünfzehntem Geburtstag erkundet es ein Turmzimmer,
in dem es eine alte Frau beim Spinnen entdeckt. Die Prinzessin will es
auch einmal versuchen und sticht sich mit der Spindel in den Finger. Sie
fällt gemeinsam mit dem gesamten Hofstaat in einen tiefen Schlaf.
Jahr für Jahr wird das Schloss mit einer undurchdringlichen Dornenhecke
umringt, die sich nach genau hundert Jahren in Rosen verwandeln. Erst
an diesem Tag gelingt es einem Prinzen, in den Turm zu gelangen, wo er
die Königstochter wach küsst und dann heiratet.
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