Handlung
In einem Wald wird ein kleiner Hirsch namens Bambi geboren. Schnell verbreitet
sich diese Nachricht im Wald, und alle Tiere versammeln sich, um das Junge
zu begrüßen, das zuerst noch etwas ängstlich und unsicher
auf den Beinen wirkt. Kurz darauf lernt Bambi bei einer seiner Exkursionen
mit seiner Mutter seine beiden neuen Freunde kennen: das freche Kaninchen
Klopfer und das schüchterne Stinktier Blume. Zusammen erleben sie
zunächst eine glückliche und sorglose Kindheit. Auf einer Wiese
lernt er seine Freundin Feline kennen, aber auch die Gefahr durch die
Menschen, die immer wie eine dunkle Bedrohung über dem Leben der
Tiere hängt. Sommer und Herbst vergehen wie im Fluge, Bambi wächst
heran und lernt immer mehr dazu. Im Winter wird seine bisher relativ unbeschwerte
Kindheit abrupt beendet: Durch die Kugel eines Jägers verliert er
seine Mutter. Sein Vater, der große Fürst des Waldes, nimmt
sich des kleinen Halbwaisen an.
Jahre später ist Bambi zu einem stattlichen jungen Hirsch herangewachsen
und trifft neben Klopfer und Blume seine Jugendfreundin Feline wieder.
Prompt verlieben sich die beiden, und Bambi muss kurz darauf in einem
dramatischen Kampf einen anderen Hirsch, der Feline ebenfalls begehrt,
in seine Schranken weisen. Bambi hat Feline für sich gewonnen, und
sie leben glücklich zusammen.
Eines frühen Morgens erwacht Bambi, geweckt von Lagerfeuerrauch,
und geht der Sache nach. Auf einer Klippe, die freie Sicht über das
Tal bietet, begegnet er seinem Vater, der ihn warnt, dass die Jäger
in großer Zahl wieder im Wald sind und sie sich tief in den Wald
zurückziehen müssen. Im Tal steigt die Rauchsäule eines
Lagerfeuers auf. Beide wollen schon fliehen, als Bambi einfällt,
dass er die noch schlafende Feline warnen muss. Feline ist aber unterdessen
aufgewacht und hat sich ihrerseits auf die Suche nach Bambi begeben. Beide
verpassen sich knapp, als Bambi seinen nächtlichen Ruheplatz wieder
aufsucht. Die ersten Schüsse hallen durch den Wald, und unter den
Tieren bricht Panik aus. Unterdessen wird Feline von einem Rudel Jagdhunde
entdeckt und gehetzt. In letzter Sekunde kann sie sich auf eine Klippe
retten. Inzwischen setzt Funkenflug am unbeaufsichtigten Lagerfeuer der
Jäger rasend schnell den gesamten Wald in Brand. Bambi hört
die Hilferufe von Feline und eilt zur Rettung. Mutig stürzt er sich
auf die Hundemeute und kann sie mit Geweihschlägen und Huftritten
für kurze Zeit in Schach halten. Feline gelingt es, sich zu retten.
Auch Bambi schafft es knapp, der Hundemeute zu entkommen. Er rettet sich
mit einem Sprung über einen großen Abgrund, bevor die verbliebenen
Hunde erneut seine Fährte aufnehmen können, wird dabei aber
mitten im Sprung angeschossen. Halb bewusstlos schlägt er auf der
anderen Seite des Abgrunds auf. Inzwischen hat sich der Waldbrand weiter
ausgebreitet, der Himmel ist tiefrot gefärbt. Bambi liegt apathisch
und schmerzerfüllt am Boden, als sein Vater erscheint und ihn streng
auffordert, aufzustehen und sich zusammenzunehmen.
Noch benommen kommt Bambi endlich wieder auf die Beine. Gemeinsam mit
seinem Vater flieht er vor dem Feuer durch einen Fluss. Beherzt stürzen
sich beide einen Wasserfall herunter, um dem Feuer zu entkommen. Unterdessen
haben sich viele Tiere auf eine kleine Inselgruppe retten können.
Auch Feline steht am Ufer und hält verzweifelt nach Bambi Ausschau.
Aus dem Rauch und Nebel auftauchend, erreichen schließlich auch
Bambi und sein Vater schwimmend die Inselgruppe. Feline schmiegt sich
liebevoll an Bambi. Beide sind gerettet und wieder vereint.
Ein Jahr später hat der erwachende Frühling einen großen
Teil der Waldbrandschäden bereits überwuchert, als eines frühen
Morgens eine neue Kunde im Wald für Aufregung sorgt: Feline ist Mutter
geworden. Alle Tiere, unter anderem auch Klopfer und Blume, mittlerweile
selbst Väter geworden, eilen zu der jungen Mutter. Dort erwartet
sie eine weitere, freudige Überraschung: Feline hat Zwillinge zur
Welt gebracht. Die Kamera schwenkt von der glücklichen Mutter zu
einem hohen Felsenkliff, auf dem Bambi und sein Vater stehen. Bambi und
sein Vater wechseln verständnisvolle Blicke, dann zieht sich Bambis
Vater zurück. Seine Aufgabe ist erfüllt. Bambi senkt kurz traurig
den Kopf über den Weggang seines Vaters, richtet ihn aber gleich
wieder auf und thront nun, im Licht des Sonnenaufgangs stehend, stolz
und glücklich über seinem Reich. Nun ist er der Fürst des
Waldes. Langsam blendet die Kamera aus dieser letzten Filmszene aus.
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