Handlung
Die Tochter des Zaren Nikolai II., Anastasia, wächst wohlbehütet
bei ihrer Familie auf. Doch durch den größten Feind des Zaren,
Rasputin, der seine Seele an den Teufel verkauft und die Familie mit dem
Tod verflucht, entfacht 1917 die Oktoberrevolution, und nur Anastasia
und ihre Großmutter, Großfürstin Marie, können fliehen,
da ein Küchenjunge ihnen einen Weg durch den versteckten Dienstbotentrakt
zeigt. Unterwegs werden sie von Rasputin auf einem zugefrorenen Fluss
gestellt. Es gelingt ihm Anastasia in die Hände zu bekommen, doch
diese kann sich befreien, woraufhin er im Eis einbricht. Sie beschließen
mit dem Zug nach Paris zu fliehen, doch nur ihre Großmutter schafft
den Aufsprung auf den Zug, während Anastasia zurückbleibt. Sie
wächst daraufhin in einem Waisenhaus auf und hat seitdem keine Erinnerungen
mehr an ihre Herkunft oder an ihre Familie.
Ungefähr zehn Jahre später. Die Revolution ist schon lange vorbei,
aber das Gerücht, dass die Zarentochter Anastasia noch lebt, ist
weit verbreitet. Marie hat sich in Paris eine neue Existenz aufgebaut.
Anastasia, die wegen ihres Gedächtnisverlustes Anya getauft wurde,
soll außerhalb des Waisenhauses einen Beruf ausüben, doch sie
versucht lieber, ihre Familie zu finden. Ihr einziger Anhaltspunkt ist
ein Medaillon mit der Aufschrift Zusammen in Paris", den sie
von ihrer Großmutter Marie als Kind bekommen hat, woran sie sich
allerdings nicht mehr erinnert. Sie geht nach Sankt Petersburg, und dort
trifft sie auf zwei Inhaber eines kleinen Theaters, den väterlichen
Vladimir und den jungen Dimitri, die schon seit langem eine Schauspielerin
für die Besetzung Anastasia suchen, da Marie eine hohe
Belohnung für denjenigen ausgesetzt hat, der ihr ihre Anastasia zurückbringt.
Inzwischen ist der in der Vorhölle schmorende Rasputin aber wieder
auf Anya aufmerksam geworden (seine sprechende Fledermaus Bartok hatte
sie mit Dimitri im Palast beobachtet) und er will seinen Fluch mit allen
Mitteln zu Ende bringen. Die drei Freunde und ein kleiner Hund mit dem
Namen Pooka müssen viele Gefahren bewältigen, um auch nur zu
Marie zu gelangen. Die beiden Männer haben Anya schließlich
auf die Rolle vorbereitet, aber Anya will wissen, ob sie wirklich mit
der Zarenfamilie verwandt ist. Nun beginnt ein Spiel zwischen Glauben
und Missverständnissen, in das sich schließlich auch Rasputin
selbst einmischt. Immer wieder versucht er Anya zu ermorden, jedoch scheitern
seine Versuche stets. Zwischen Dimitri und Anya entwickelt sich inzwischen
eine romantische Liebesgeschichte. Doch als er durch die Erinnerung Anyas
an die Belagerung, als ein Junge sie mit einer sich öffnenden Wand
gerettet habe, herausfindet, dass sie die Prinzessin ist (er ist der Küchenjunge
von damals gewesen), ist er schockiert. Er zieht sich von ihr zurück,
da er nur Dienstbote ist und sie eine Prinzessin. Anya, die
wiederum herausfindet, dass Dimitri eigentlich nur eine Anastasia-Doppelgängerin
gesucht hatte, um an das Geld zu kommen, ist zutiefst verletzt. Dimitri
ist jedoch derjenige, der Anya mit ihrer Großmutter zusammenführt.
Dimitri, der seine Aufgabe als erledigt ansieht, beschließt wieder
nach St. Petersburg zurückzureisen. Am Abend des Balls, wo Anya der
Gesellschaft offiziell als Anastasia vorgestellt werden soll, erzählt
Marie ihrer Enkelin, die immer noch wegen Dimitris Verhalten verletzt
ist, dass dieser die Belohnung nicht angenommen hat, und sie stellt Anyas
Entscheidung, sich von nun an der Welt des Adels anzuschließen,
in Frage, was sie zum Grübeln anregt. Als sie merkt, dass Pooka hinaus
in den Garten läuft, folgt sie ihm und läuft dadurch in Rasputins
Falle. Ein für Anya aussichtsloser Kampf beginnt, bis Dimitri erscheint
und ihr hilft. Anya besiegt Rasputin schließlich. Sie beschließt,
keine Prinzessin zu sein und beginnt mit Dimitri ein neues Leben.
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